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Meine erste Airsoft-Waffe

Der Kauf der ersten Langwaffe im Airsoft ist ein komplexes Thema. Aber wie könnt ihr euch das Thema erschließen und euch die Qual der Wahl etwas erleichtern? Wir versuchen, euch mit diesem Blog-Beitrag ein kleines Schema an die Hand zu geben, welches euch hoffentlich die Entscheidung etwas erleichtert. 

Aufgrund unserer langen Beratungserfahrung hat sich herausgestellt, dass es immer wieder die gleichen Punkte sind, in welchen sich die angehenden Airsoftspieler unsicher sind. Daher finden wir es gut, diese Punkte in Form von Fragen mit euch durchzugehen. Danach könnt ihr selbstverständlich unseren Showroom in Pirmasens besuchen und dort in einem Gespräch mit unserem Personal weitere Informationen erhalten oder ihr fühlt euch gut genug aufgestellt, in unserem Webshop autark euren Kauf durchzuführen. Scheut euch aber auch hier nicht, uns anzurufen, falls ihr weitere Beratung braucht. - Los geht’s!

 

Habe ich genügend Informationen über die verschiedenen Antriebsarten?

Grundsätzlich gibt es bei Langwaffen vier Antriebsarten. Das wäre als erstes das (S)AEG System, dann das GBB-System, gefolgt von Federdruck und HPA. Zu jedem dieser Antriebsarten haben wir bereits einen ausführlichen Blogbeitrag geschrieben und möchten euch darauf verweisen zum detaillierteren Eintauchen in das jeweilige System. Die grundsätzlichen Vor-und Nachteile möchten wir euch jedoch hier erläutern.

(S)AEG ist sicherlich das am meisten verbreitetste- und ausgereifteste System auf dem Markt. Dabei wird, durch einen Akku angetrieben, Luft in einer sogenannten Gearbox komprimiert und damit die Kugel durch den Lauf getrieben. Inzwischen ist die Technik hier so weit fortgeschritten, dass durch allerlei Elektrik wie eine ETU oder ein Mosfet das Ganze in seiner Performance enorm gesteigert wurde. 
Der Vorteil ist, dass eine gute (S)AEG sehr wartungsfreundlich ist und wenige Vorkenntnisse vom Airsoft Einsteiger fordert. Ihr müsst euch nicht wirklich mit der Technik auseinandersetzen und könnt einfach erst einmal loslegen und Spaß haben. Die Betriebskosten halten sich absolut im Rahmen, sobald man erst einmal zwei Akkus und ein Ladegerät besitzt, benötigt man nur noch die Kugeln, welche man verschießen möchte. 
Mit einer S(AEG) habe ich die Waffe als Erstwaffe gewählt, welche auch die Mehrheit an Airsoftspielern über die letzten 15 Jahre hinweg gewählt hat. 

GBB ist immer noch auf Platz zwei aller Systeme, welche im Airsoft Sport benutzt werden. Dabei wird kaltes Gas (meist eine Propan-Mischung) genutzt, um die BB durch den Lauf zu treiben. Auch bei GBB Waffen kann man davon reden, dass die meisten Hersteller sehr ausgereifte und qualitativ hochwertige Langwaffen auf dem Markt haben. Viele GBB Waffen sind allerdings schon von Haus aus stärker als eine (S)AEG, was euch bei dem Besuch eines Spielfeldes Probleme bereiten könnte. Hinzu kommt, dass eine GBB wesentlich teurer in den laufenden Kosten ist und das System wesentlich aufwendiger ist. Hier muss ich definitiv bereit sein, mich mit der Technik auseinander zu setzen. Gefühlt ist diese vielleicht etwas einfacher als die Technik einer (S)AEG, aber ohne mich selbst damit auszukennen, werde ich keinen Spaß haben. Zudem würdet ihr beim Kauf einer GBB auch eine Waffe erwerben, welche nur in Ausnahmefällen ganzjährig spielbar ist. Denn physikalische Gesetze beeinflussen hier die Expansion des Gases und gerade in den kalten Wintermonaten kommt es hier somit zur technisch bedingten Zwangspause.  Also, warum überhaupt eine GBB zulegen? Es ist schlicht und ergreifend das realistischere System, welches näher an einer echten Waffe von allem ist. Ich habe keine Hi-Cap Magazine mit völlig unrealistischen Schusszahlen, sondern zumeist 20-30 Schussmagazine. Ich kann die Waffen zerlegen wie ihre echten Vorbilder, was auch die Wartung zu einem spaßigen Unterfangen machen kann und ich habe bei den allermeisten GBBs einen satten Rückstoß, welcher dem Schützen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Federdruck Waffen finden, wenn ihr den Airsoft Sport ernsthaft betreiben wollt, nur als sogenannte Sniper-Rifles Verwendung. Hier herrscht der große Mythos des Scharfschützen, welcher nach dem ersten Spiel meistens in starker Ernüchterung endet. Die meisten Spring-Sniperwaffen haben eine geringere Reichweite und Präzision als eine gute (S)AEG und oftmals weniger als eine gute GBB Langwaffe. Wenn man hier eine wirklich performante Waffe möchte, muss man sich entweder eine bauen oder gleich richtig tief in die Tasche greifen. Ist man erst einmal entdeckt, ist man auch zumeist sofort raus aus dem Spiel. Die Gegenspieler sind aufgrund der geringen Reichweite der Federdruckwaffen schon viel zu Nahe und nehmen euch dann mit Ihren Halbautomaten unter Beschuss. Dem habt ihr dann zumeist nicht mehr viel entgegenzusetzen, außer ihr habt zufällig eine weitere Waffe dabei. Also gibt es eigentlich einen wirklichen Grund sich doch eine Sniper Spring Rifle zuzulegen?

Ja … für alle, die das Tarnen, Anschleichen und mit ihrer Umgebung zu verschmelzen, lieben, ist es nach wie vor ein Erlebnis, zu snipern.

HPA ist die neueste Innovation auf dem Airsoft Markt. HPA ist bei weitem noch nicht so verbreitet wie (S)AEG oder GBB und es gibt sehr wenige Hersteller, welche eine komplette HPA Waffe anbieten. Die meisten ernst zu nehmenden Hersteller wie z.B. die Firma Wolverine und Polar-Star bauen nur so genannte Drop-In Kits oder Engines, welche dann in eine Waffe eingepasst werden müssen. Somit gehen einige große Airsoftshops wie wir den Weg und bauen Custom HPA Waffen. Somit kosten HPA Waffen, welche wirklich gut sind, leider nach wie vor relativ viel Geld, zumal es nicht bei den Kosten für die Waffe alleine bleibt. Sicherlich hat das HPA System viele Vorteile, wie z.B. die regulierbare Leistung oder die Feinabstimmung des Systems. Es ist aber auch wieder ein System, mit welchem sich der Spieler, um eine optimale Performance zu bekommen, auseinander setzen sollte. Außerdem muss man es auch mögen, eine Flasche mit sich herum zu tragen, welche durch einen Schlauch mit der Waffe verbunden ist. Sicherlich muss man auch die Frage für sich klären, wo man Druckluft, um seine Waffe zu befüllen, herbekommt. Tauchershops bieten hier oftmals einen entsprechenden Support an.

 

Welches Budget habe ich zur Verfügung oder möchte ich investieren?

Nachdem ihr erste Informationen über die verschiedenen Antriebsarten erhalten habt, ist die nächste Frage, was ihr überhaupt ausgeben möchtet für eure erste Waffe. Man kann hier natürlich gleich in die Vollen gehen, aber natürlich ist es auch absolut möglich, die Sache eher konservativ anzugehen, um erst einmal heraus zu finden, ob das Hobby euch auch auf Dauer begeistert. Denn gerade mit der Budgetfrage entscheidet sich auch teilweise wieder die Antriebsart durch einen schlichten Wegfall verschiedener Systeme. So gibt es zum Beispiel einfach keine gute wirklich empfehlenswerte GBB-Langwaffe unter 400 €. Möchte ich noch zwei bis drei Ersatzmagazine haben, wird das schnell eine nicht ganz günstige Geschichte. HPA ist da noch viel höher angesiedelt und das entsprechende Zubehör schlägt auch hier noch gewaltig zu Buche. Im (S)AEG Bereich habe ich dann doch eine größere Bandbreite und kann in allen Preisklassen starten. Hier gibt es die High-End Schmieden wie LCT und Bolt Airsoft, bei welchen ich auch an der 400 € Marke kratze oder darüber bin. Allerdings gibt es auch die beiden Marken Valken und Lancer Tactical, welche den Anfängerbereich inzwischen dominieren. Gerade bei diesen beiden Marken findet man unglaublich gute, recht performante und vor allem belastbare Waffen für den Start in das Airsoft Leben. Und das für Preise um die 200 € Marke.

Ihr solltet bei Airsoft Waffen immer einkalkulieren, dass für den Start bei (S)AEGs eine Investition von mindestens 70 € und bei GBBs mindestens 50 € dazu kommen. Bei dieser Rechnung haben wir weder Ersatzmagazine noch andere Teile wie Schutzbrillen, Tragegurte, Koffer oder ähnliches dazu gerechnet und uns rein auf die Betriebskosten bezogen. Von HPA wollen wir gar nicht reden, da hier oftmals mehrere 100 € für Zubehör ausgegeben werden müssen. 
Am Günstigsten seid ihr unter dem Strich sicherlich noch mit einer Spring-Sniper Rifle im Set ab. Hier habt ihr dann nur noch die Kosten für die Kugeln, welche recht überschaubar sind.

 

Wo werde ich spielen und was darf ich da spielen?

Der Platz, an dem ihr spielen werdet, wird euch die Entscheidung, was ihr spielen werdet, ein Stück weit aus der Hand nehmen. So macht es einerseits natürlich keinen Sinn auf CQB Geländen oder in kleineren Airsoft Hallen, Waffen mit großer Lauflänge (wie z.B. eine M16) zu spielen und natürlich auch keine Sniper Rifle. Andererseits macht es wiederum auch keinen Sinn, auf einem Spielgelände mit riesiger offener Fläche und großer Dimensionierung, eine Waffe mit kurzem Lauf zu spielen wie z.B. eine M4CQB, oder gar eine Maschinenpistole wie eine HK MP7.

Neben Sinn und Unsinn entscheiden aber auch viel die Regeln des Spielfeldes darüber, was ihr spielen könnt. So gibt es in der Regel drei Joule Stärken, welche von Spielfeld zu Spielfeld unterschiedlich sind. Es gibt Spielfelder, welche nur 1,0 Joule zulassen (zumeist kleine Hallen), dann welche, die ihre Grenze bei 1,5 Joule ziehen und einige, welche bis zu 2,0 Joule zulassen. 0,5J???Es gibt aber auch Spielfelder, welche ganze Systeme ausgeschlossen haben. Dies kommt hin und wieder bei HPA Waffen vor. Hier gilt es, sich wirklich zuerst einmal einen Überblick zu verschaffen, wo ihr zukünftig spielen werdet oder welche Spielfelder sich bei euch in der Nähe befinden. Wenn ihr hierzu Fragen habt, werden wir euch natürlich auch gerne Tipps an die Hand geben oder auch gerne einmal eine Spielfeldempfehlung aussprechen.

Und zu guter Letzt … für alle, welche Airsoft nur für sich im heimischen Garten betreiben wollen… wählt eine Waffe (ein System), welche keinen allzu großen Krach macht wie z.B. (S)AEG oder Federdruck. Damit vermeidet ihr, dass eure Nachbarn sich belästigt fühlen und euch eventuell die Polizei vorbei schicken.

 

Mit wem werde ich spielen?

Auch dieser Punkt kann wieder, wenn man sich über die Vorherigen im Klaren ist, zu einer schnellen Entscheidung führen. Denn, je nachdem mit wem ich spiele, schränkt dies die Auswahl an Systemen bzw. sogar die Auswahl an Marken und einzelnen Modellen stark ein. Schließe ich mich einem Team an, welches sich zum Beispiel dem Reenactment einer russischen Einheit verschrieben hat, dann werdet ihr euch auch im überwiegenden Fall ein russisches Airsoft Modell kaufen. Wahrscheinlich wird es sogar eine Waffe von LCT sein, da diese eben die bekannteste Firma für AK und Co. ist.  Oder ihr stellt eine Einheit aus der Vietnam Area nach und habt somit sogar nur die Auswahl zwischen einigen wenigen Modellen wie z.B. der M16A1, der XM-177 oder der M14. Vielleicht schließt ihr euch auch einer Gruppe an, in welcher alle schon Sportschützen sind und daher auch ein möglichst realistisches System möchten. Dann werden wahrscheinlich alle GBB Waffen spielen und Ihr werdet euch eine Waffe der Marke GHK, KWA, VFC oder WE kaufen. Oder ihr habt ein Spielfeld um die Ecke, welches wie oben beschrieben eine Energielimitierung hat. Dann kann es kein Joule Monster sein, sondern muss eine Waffe sein, bei welcher man weiß, dass die Werte den Grenzbereich nicht überschreiten, welcher der Spielfeldbetreiber zulässt.

Ihr seht, von welcher Seite auch immer ihr auf den Kauf eurer Waffe schaut, wenn man sich etwas Gedanken um das Thema macht, kommt man eventuell dann doch recht schnell zu einer Entscheidung. Sei es nun, dass man eine spezielle Vorliebe hat oder einfach nur die Faktoren drum herum die Wahl eingrenzen. Wir hoffen jedenfalls, dass wir euch durch diesen Blog-Beitrag eine Hilfestellung geben, die euch den Kauf eurer ersten Airsoft Langwaffe etwas erleichtern wird. 
Und wenn ihr euch doch schwer tun solltet, dann bedenkt immer Eines … bei den wenigsten Airsoft Spielern bleibt es bei einer einzigen Waffe. 

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